Luftiges Sommerset – Mädesüß und Luckees

Das Mädesüß von Firlefanz ist einer meiner allerliebsten Tops für Webware. Vor zwei Jahren im Probenähen hatte ich gleich drei Stück genäht und mich gefreut, dass sie der Madame so lange gepasst haben. Letztes Jahr gab es dann eines mit Rüsche verlängert zum Kleid. Für diesen Sommer sind die Tops aber nun leider endgültig zu klein geworden. Vor ein paar Wochen hat das Mädesüß von Firlefanz dann eine zusätzliche Variante bekommen: sommerliche Spaghettiträger. Dafür gibt es zum ursprünglichen Schnittmuster eine Ärmelschablone für den Zuschnitt, beim Nähen müssen nur mehr die Armausschnitte mit Schrägband eingefasst werden.

Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt keine Zeit, die neue Trägerversion mitzutesten, aber jetzt habe ich zumindest schon mal eines geschafft. Ich wollte unbedingt die Reste dieses weißen Bordürenstoffs verwenden, die noch von meiner Frau Smilla übrig waren. Dafür musste ich übrigens das Mädesüß beim Saum in der Weite etwas verschmälern.

Am Anfang meiner Planung stand aber eigentlich der rosa Double Gauze »bloom« von Monaluna. Ich habe ja schon öfter Stoffe von diesem amerikanischen Biolabel vernäht, unter anderem eben ein Mädesüß, die Designs gefallen mir jedesmal wieder. Ich habe mal wieder mein übliches Kopfkino gewälzt: Jumpsuit, Kleid, Top, schlussendlich habe ich mich aber für eine luftige Hose entschieden – das Wetter ist im Moment so unbeständig, dass so eine Hose wohl ganz praktisch sein müsste. Der passende Schnitt war dann in meiner Sammlung schnell gefunden: die Luckees von nipnaps in der Version für Jeans oder andere nicht-dehnbare Stoffe.

Beim Vernähen des Musselins hat mich einerseits die Fadenspannung der Nähmaschine ein wenig gefuchst, andererseits zog der Stoff auch ziemlich leicht Fäden beim Nähen. Um die Nähte an den Hosenbeinen ein wenig widerstandsfähiger zu machen, habe ich alle Beinnähte von außen noch einmal abgesteppt. Außerdem habe ich, wie in der Anleitung des Schnitts sogar beschrieben, die Hose unten mit Framilon gerafft, die Raffung hätte sogar fast noch etwas mehr sein können.

Es wird sich zeigen, ob die Materialwahl eine Gute war: wie lange das weiße Top wohl nach dem Waschen wieder weiß ist und der doch eher empfindliche Double Gauze die Klettereien der wilden Madame auf Bäume, Seile und Spielplätze überlebt? Ich hätte ja so gerne romantische Fotos im Roggenfeld neben unserem Haus gemacht. Aber am Tag, bevor wir dann endlich zum Fotografieren losgezogen sind (die 10 Tage davor: Regen, keine Nerven, Regen, Bienenstich, you name it …), wurde das Feld leider gemäht. Also stellt euch bitte im Hintergrund ein wunderbares Roggenfeld bei Sonnenuntergang vor …


Stoffe und Schnitte: Mädesüß von Firlefanz Schnittmuster (wurde mir vor Jahren im Probenähen zur Verfügung gestellt) aus einem Bordürenstoff, den mir meine Oma geschenkt hat und Luckees von Nipnaps aus Bio-Double-Gauze »bloom« von Monaluna, gekauft bei jerseymutti.at

Verlinkt bei: Creadienstag, HOT, The Creative Lovers, und zur Linkparty Sommer der »Vier Jahreszeiten«

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