Urlaubsrückblick: Das Frottee-Apfel-Badekleid

Weil es heute gar so schneit, starte ich meine Throwback-Thursday-Serie mit Bildern aus dem Karibik-Urlaub und versuche, mich mit den schönen türkis-Tönen und pinken Farbakzenten wenigstens gedanklich in wärmere Gefilde zu versetzen.

Der applebites-Frottee von Mamasliebchen war einfach prädestiniert für ein Strandkleid und der Schnitt dafür (überraschend) schnell gefunden: „California Surfing“ aus der Ottobre 03/2017. Der Frottee hat zwar laut Hersteller 20 % Elasthan, ist aber weniger dehnbar, als ich dachte. Genäht in Gr. 98 sitzt das Kleid so jedenfalls optimal. Das Einfassen der Kanten habe ich mir mit Jersey-Schrägband erleichtert und nach etwas Herumprobieren das Blindstich-Füßchen meiner von Mamas Bernina verwendet – das macht es mir einfacher, beim Einfassen einen gleichmäßigen Abstand genau einzuhalten.

Da die Kapuze bei diesem Schnitt einlagig ist und ich das bei einem Strandkleid sinnvoll finde, habe ich die Mittelnaht mit einer französischen Naht (wie das geht, ist z. B. auf dem Bernina-Blog beschrieben: Link) gemacht und abgesteppt, damit die Kapuze trotzdem auch von „innen“ sauber aussieht; da man bei Kapuzen ja eigentlich die meiste Zeit die Innseite sieht, zahlt sich der kleine Mehr-Aufwand dafür auf jeden Fall aus, finde ich. Man muss nur schon beim Zuschnitt daran denken und mit entsprechend mehr Nahtzugabe zuschneiden.

Die kleine Verblendung für die Einfassung der Kapuze und der Einfassstreifen der Kragennaht tragen zum sauberen Bild bei und erlauben, einen zusätzlichen Farbakzent zu setzen. Hier waren das die himbeerfarbenen Kuller vom Stoffonkel, die ich auch für die aufgenähte Tasche vorne verwendet habe. Den Saum habe ich schlussendlich einfach nur geendelt (der Frottee hat beim Zuschneiden und Nähen doch ganz schön gefusselt) und dann die Mini-Pompon-Borte mit einem Zickzack-Stick aufgenäht – nicht die allersauberste Näh-Variante, aber so sehr ich mich zwischendurch um kleine Details kümmere, irgendwann will ich dann doch meistens einfach fertig sein.

Der Schnitt ist nicht besonders schwer zu nähen, auch das kleine V des Halsausschnittes vorne war in der Ottobre gut erklärt. Das Einfassen sollte man aber für ein schönes Ergebnis am besten schon vorher etwas geübt haben.

 


Zusammenfassung Stoffe und Schnitt:

Schnitt: „California Surfing“ aus der Zeitschrift Ottobre Design 03/2017
Stoffe: Frottee „applebite“ von Mamasliebchen in der Farbe „mint-pink“ (80% Baumwolle, 20% Elasthan), „Kuller“-Jersey in der Farbe „himbeere“ vom Stoffonkel (95 % Bio-Baumwolle, 5 % Elasthan)

Das Jersey-Schrägband ist von der Stoffschwester und die Mini-Pompom-Borte in „hot pink“ von stoffe.de (die im Vergleich zu vielen anderen deutschen Online-Shops relativ günstige Versandkosten nach Österreich haben – ich bin da aber über jeden Tipp dankbar!).

 

 

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