Hagebutte von Firlefanz

Wer hier hin und wieder mitliest, dem ist wohl nicht entgangen, dass ich Kristinas Schnitte sehr gerne (probe-)nähe: da wird nämlich sehr gewissenhaft getüftelt, bis der Schnitt wirklich sitzt und auch die Anleitung ist immer genau und ausführlich und enthält meistens einige Varianten wie in diesem Fall die verschiedenen Krägen und die Kapuze. Der neue Schnitt von Firlefanz heißt nicht nur „Hagebutte“, der Long-Pulli bekommt durch die Falten im unteren Bereich auch eine leichte O-Form, ganz Hagebutte also.

„Be a little wild“ heißt der Bio-Sweat von Alles-fuer-selbermacher, der schon seit zwei Jahren auf seinen Einsatz wartet. Und bevor die Madame ihn womöglich bald nicht mehr cool genug findet, habe ich ihn jetzt doch noch schnell vernäht. Und in diesem Fall stimmt schnell tatsächlich: wenn man die Falten vorne gelegt hat müssen bei diesem Schnitt wirklich nur mehr Schulternähte geschlossen, Ärmel angesetzt, Seiten geschlossen und Bündchen angenäht werden.

Aus festeren Stoffen mit mehr Stand kommen Falten und Form sicher am besten zur Geltung. Für die Fotos haben wir am Heimweg mit dem Fahrrad neben dem Maisfeld die letzten Sonnenstrahlen dieses schönen Herbsttages noch genau erwischt, bevor es zehn Minuten später zu dunkel war …

Für die zweite Version durfte Madame den Stoff selber aussuchen und hat sich glatt für einen – relativ dünnen – gelben Jersey entschieden, die Kombi zu den „Sommermädchen“ von Lillestoff. Und für die Kapuze musste es unbedingt der lange gehütete „Traedguld“ sein, auch das ein Lillestoff-Schätzchen mit Silberfäden, auf den Fotos schwierig zu erkennen. Wie in der wie immer gut und ausführlichen Anleitung vorgeschlagen, habe ich die Jersey-Version eine Größe schmäler genäht und auf Körpergröße verlängert.

Eigentlich wollten wir ja Kastanien sammeln an diesem Nachmittag. Leider waren wir an diesem Tag nicht die einzigen mit dieser Idee und die Kastanien-Ausbeute war etwas mager. Dafür habe ich nebenbei einige schöne Fotos geschafft, das ist mir ja so unauffällig viel lieber als ein „Fotoshooting“ zu veranstalten. Ich finde, die Hagebutte fällt auch aus Jersey sehr schön und einige Details hier machen diesen Pulli wirklich zu einem Lieblingsstück: Selbstbezogene Knöpfe (hat fast so lange gedauert wie das Nähen der Hagebutte selbst), der schöne Traedguld in der Kapuze – das Motiv habe ich vorne als Applikation noch einmal aufgegriffen. Die Kapuzennaht habe ich innen noch mit einem Jerseystreifen versäubert und das ist ausnahmsweise einmal richtig ordentlich geworden und natürlich habe ich vergessen, ein Foto davon zu machen. Und weil ich diese Zeilen im Urlaub tippe, müsst ihr mir das jetzt einfach glauben.

Die Hagebutte ist ein richtig praktischer, unkomplizierter Schnitt für den Herbst geworden, der durch die Falten trotzdem eine besondere Raffinesse hat. Jetzt warte ich jedenfalls schon gespannt auf die Damen-Version …


Schnitt und Stoffe: Hagebutte von Firlefanz (Schnitt wurde mir fürs Probenähen zur Verfügung gestellt), genäht in Größe 110, Biosweat „Be a little wild“, gekauft bei Alles-fuer-Selbermacher, GOTS-Bündchen „Glam-Vintage“ bzw. gelbe Jersey-Hagebutte aus dem Kombistoff zu den „Sommermädchen“ und „Traedguld“ für Kapuze und Details wie Knöpfe und Applikation, beides GOTS-Jerseys von Lillestoff.

Verlinkt bei: Creadienstag, The Creative Lovers, Made for Girls , Das ist neu und Create in Austria.

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